Ich habe eine Tante, die meint vieles besser zu wissen, weil sie mir drei Ehemänner (einer gefallen, einer geschieden, einer normal im Alter gestorben), einen Rebublikwechsel und einen Weltkrieg voraus hat. Vielleicht ist es auch die Altersweisheit (aktuell 86), jedenfalls meint sie, meine Haare seien schuld an der Tatsache, daß ich nicht einen Mann vorweisen kann - in keiner Statistik (Krieg, Scheidung, Ehe).
Dieselbe Erklärung hatten auch andere Leute aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis das eine oder andere Mal parat. Vielleicht sagt man das, weil einem kein anderer Grund einfällt. Oder weil man weiß, daß das Thema Haare noch haariger ist als das Thema "Ich verstehe nicht, wieso du keinen Freund hast..."
Für die Beschaffenheit meiner Haare kann ich nichts - sie schlagen nach der väterlichen Linie und sind von feiner Struktur (klingt besser als dünn) und nach dem Verlust meiner kindlichen Schwedenblondheit Marke Straßenköterirgendwie - wenn ich sie lasse. An Längen habe ich alles ausprobiert von raspelkurz bis mittelrückenlang, an Farbe rot und blond und blondgesträhnt. Etliche Jahre war ich auf dem Dauerwellentrip, aber das ist seit 1999 Geschichte.
So kann ich definitiv sagen: ich habe mich kopftechnisch mehrmals verändert und es hat männertechnisch keine Auswirkungen gehabt, ergo - die Haare sind nicht schuld. Und wenn meiner Verwandtschaft meine Frisur nicht gefällt, dann sollen sie woanders hinsehen, basta.
Freitag, 31. Juli 2009
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Ist ja zum Haare raufen, Deine Verwandtschaft scheint ja nur Deine Männerlosigkeit als Thema zu haben. Sicher nicht immer vergnüglich....
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