Samstag, 24. Oktober 2009

Ab zum Anfang

Ich habe mich heute durch meinen eigenen Blog gelesen bis hinunter zum Anfang.
Vor diesem Blog hatte ich einen anderen, der sich unter dem Titel "Liebe und andere Katastrophen" mit meinem liebesarmen Alltag befaßte. Als der Blog den Community-Server-Tod gestorben ist, habe ich einige Highlights hier veröffentlicht. Meine Online-Erlebnisse zum Beispiel, die inzwischen durch diverse Zeitschriftenartikel bestätigt wurden - die Suche nach dem Partner fürs Leben oder für die nächsten Wochen ist schwierig.
Wenn frau dazu noch alte Verletzungen mit sich herumschleppt, ist es noch schwieriger. Auch wenn ich mir verziehen habe, daß ich das Opfer eines Verbrechens war, habe ich es noch nicht geschafft, den Liebesurknall mit mir selbst zu erleben. Womit kein Narzismus gemeint ist. Schließlich kann ich bei der Partnersuche kein "Produkt" anpreisen, von dem ich selbst nicht überzeugt bin!
Ergo, alles auf Anfang.

PS:Liebesarmer Alltag bezieht sich natürlich ausschließlich auf das Thema "Mann" - von meiner Familie werde ich zum Glück geliebt.

Freitag, 23. Oktober 2009

Canal d'Amour 2

Nach weiterer Recherche zum Liebeskanal auf der Insel Corfu habe ich festgestellt, daß ich an der falschen Stelle gesungen und nur den halben Kanal durchschwommen habe. Ein Anschub in Liebesdingen ist also von dieser Ecke der Welt aus nicht zu erwarten.

Null Problemo, würde ein kleiner Außerirdischer sagen, vielleicht betrifft die Legende ja auch nur Griechen!

Ich such mir meine eigene...

Dienstag, 20. Oktober 2009

Meine allerbeste Freundin

träumt davon, daß wir mal zu viert verreisen, also sie und ich und unsere Männer.

Ähm...ja.

Zum Glück hat dieser Traum kein Verfalls- oder Eintrittsdatum, sonst kämen wir am Ende noch unter Zeitdruck...schmunzel.

Samstag, 10. Oktober 2009

So muß das sein

Hart im Nehmen 17.01.2009 13:56

In einem Interview der wirklich gutaussehenden Kim Cattrall (sehr gut bekannt als männerverschlingende Samantha aus Sex an the city) las ich, daß sie in einer langen Solophase öfter zur Massage ging, einfach um berührt zu werden. Noch öfter liest man, daß Babys ohne Körperkontakt verkümmern oder gar sterben...

Liegt die Zukunft der Menschheit also darin, einen persönlichen Massageprofi zu Hand zu haben? Der Wellness-Boom nimmt schließlich kein Ende und die Vielfalt der Massagearten zu.

Ich hatte vielleicht schon erwähnt, daß unsere Firma einen Massageservice ins Haus geholt hat, den wir selbstverständlich aus eigener Tasche bezahlen. Eine Kollegin sah mich neidisch an und meinte, es würde ihr auch gut tun, aber sie könnte sich das nicht leisten. Ich wollte nicht antworten:"Dann laß zwei Schachteln Zigaretten pro Woche weg, dann kannst Du es!", sondern habe nur genickt. Und ebenso neidvoll hätte ich sagen können: "Du hast doch eine Partnerin, da läßt sich bestimmt was machen." Wobei sie natürlich nicht mit einem Massageprofi zusammenlebt.

Jede(r) hat also ihr(sein) Massagepäckchen zu tragen. Vielleicht sollte ich, falls ich jemals wieder online auf Männersuche gehen sollte, die Prioritäten auf die Knetkünste verlagern...

Freitag hat mich übrigens einer der Chefs der Physiotherapiepraxis durchgeknetet und getriggert (immer genau auf den Verspannungspunkt, wowgh...ein echter Indianer reißt aus oder wie war das?). Am Ende meiner ohne Schmerzlaute verlaufenen 20 Minuten meinte er:"Du bist aber hart im Nehmen!" Logo, Wischiwaschimassagen bringen es für meine harten Schultern auch nicht.

Unangenehme Begleiterscheinung: obwohl nur mein Rücken massiert wird, habe ich hinterher immer eine knallrote Birne. Prompt haben mich die Männer aus dem Nachbarbüro gefragt, was ich mir denn alles massieren lasse...Frau genießt und schweigt und wartet auf das Nachlassen der "Bombe".

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Mai/Juni-Story 4

Nachtrag zum Traumtypen Oktober 2009

Wer nun meint, ich stehe auf kleine durchgeknallte Doktoren, der irrt. Ich treffe nur so selten Leute, die noch verrückter sind als meine Kollegen es von mir sagen!

Besagter Arzt war nur als Vertretung in der Praxis, lebt mit einer Katze zusammen und ist beziehungsscheu wie gut informierte Quellen verraten haben.

Letztens lief er mir wieder mal über den Weg (Tucanville ist nicht sehr groß, so schlappe 21000 Einwohner, darunter einige Millionäre und ein Nordlicht) und schien zu überlegen, wo er mich schon mal getroffen hatte. Da war so ein großes Fragezeichen in seinem Gesicht...Mit verbundener Hand hätte er mich sicher erkannt!

Mai/Juni-Story 3

traumtyp 3 02.06.2009 17:31


heute war nun mein hoffentlich letzter besuch in der praxis des singenden arztes an der reihe. er kam wegen des total überfüllten wartezimmers (auch terminiert hatte frau eine gute stunde zu warten) diesmal aber nicht zu seinen kleinen showauftritten.

frisch gefallene kinder mußten bandagiert oder gegipst werden, ältere semester auch. ich traf meine am donnerstag beim spielen verunfallte kollegin, die links schön eingegipst ist, und nun auf weitere therapeutische maßnahmen lauerte.


ich wurde dagegen meinen verband los (es drohte unbeweglichkeit der zum stillhalten verdonnerten finger) und soll nun die hand bewegen - aber nicht belasten. sprich computertippereien sind noch verboten! mit einem rezept für ein schmerzstillendes spray verließ ich die praxis und machte eine stippvisite in unserem vollzeitverwaisten büro, wo sich die teilzeitler abrackerten. mit dem versprechen, montag wieder zu arbeiten, machte ich mich vom acker.

Mai/Juni-Story 2

traumtyp 2 01.06.2009 22:10

genauer gesagt, die sitcom ging weiter...

freitag duschte ich also mit mülltüte um den linken arm, bekam es tatsächlich hin, mich und meine haare zu waschen, auch wenn mal conditioner auf der rechten schulter und nicht auf dem kopf landete...gg*...und mich einarmig abzutrocknen...frau entwickelt sich langsam zum einarmspezi! dann bin ich frisch geföhnt (ich hab die haare schön....lol) zur arztpraxis gelaufen. fahrrad und auto scheiden ja aus, und es sind nur 20 minuten fußweg.

die schwester am empfang war selig, daß ich nur zum verbandwechsel kam. während ich so vor mich hin wartete, tauchte plötzlich die freundin meiner viv-a-vis arbeitskollegin auf und berichtete mir, daß diese sich an mir ein schlechtes beispiel genommen hatte und im kurzurlaub schwer gestürzt war. o nein! O DOCH! also zwei vollzeitkräfte im bandagierten aus...

die schwestern des redseligen arztes wollten mich dann an ihrem boss vorbeimogeln, um das wartezimmer schneller leer zu kriegen. die eine schnippelte den monsterverband ab (der macht immer soooo viel drum!!), die andere schloß die tür. aber natürlich kam der doc kurz vor vollendung des neuen hitzetauglicheren verbandes ins zimmer und murmelte was von schiene anlegen am dienstag...wenn es nicht besser wird. also muß es besser werden!!!!

die kreativen gespräche drumherum drehten sich um die peinlichkeit von namensverwechslungen (er hatte einen buchstaben in meinem nachnamen vertauscht): wenn man mit helga im kino ist und plötzlich britta sagt...noch schlimmer ist das im bett (O-TON DOC: ICH SAG DANN IMMER KLAUS!) - wobei ich nicht weiß, ob das zum fall kino oder zum fall bett gehörte (SCHWUL???), dann kehrten wir wieder zur sachebene sprich meinem handgelenk zurück.

nach diesem anregenden arztbesuch ging ich in meine firma, wo schon der krisenstab wegen der zwei kranken tagte. unsere teilzeitmitbüroinsassinnen teilen sich nun diese vier tage und dann bin ich wohl wieder da....wurde beschlossen. andere kollegen meinten, unser büro hätte ein schlechtes karma und sollte geschlossen werden... also beschluss oder verschluss!

Dienstag, 6. Oktober 2009

Mai/Juni-Story 1

traumtyp 27.05.2009 20:14

heute kam ich mir vor wie in einer sitcom.


gegen 10:00 uhr bekam ich einen termin in der neuen unfallchirurgenpraxis in tucanville, weil mein hausarzt zu unser aller sicherheit eine fraktur ausschließen wollte. in der praxis sauste ein kleines singendes energiebündel herum, das sich als der ausgesprochen gut gelaunte arzt entpuppte. ich sollte den verletzungshergang beschreiben und hatte kaum angefangen, als er schon STOP rief. nicht so schnell, ich muß doch mittippen. also ich bin einhändig schneller...

dann drehte er ebenso genußvoll-sadistisch wie mein hausarzt an meinem handgelenk herum und bemerkte: den schmerzgrad lese ich an ihrem gesicht ab! da ich nichts vortäuschte, ging es zum röntgen und nach kurzer wartezeit wieder zur frohnatur. das arzt-patienten-verhältnis war sehr locker-flockig (ich wäre auch mit ihm kaffee trinken gegangen...)wir haben uns geeinigt, daß eine krankschreibung unumgänglich ist (sonst sind sie noch viel länger nicht belastbar, das wird ihrem chef auch nicht gefallen), daß mein arm viel fester eingebunden werden muß und daß ich bis 5.6. nicht arbeiten soll. autofahren ist verboten (wie komme ich nach rostock zur nichtenfeier?) , ich soll mit links allenfalls majestätisch grüßen...er verband mit meiner assistenz meinen flügel und gab mir zwei neue termine für den verbandwechsel mit (der blick sagte alles: wage ja nicht, den verband abzumachen! keine sauna...keine fingerspiele...RUHE) die schwester guckte entsetzt auf meine anschwellenden finger (eingeschränkter blutrückfluß...): WENN SIE BLAU WERDEN, MACHEN SIE DEN VERBAND ABER AB! das habe ich versprochen.


meine kollegen waren natürlich "begeistert" von meiner krankschreibung. ich habe bis arbeitsschluß noch alles wichtige erledigt. zu hause angekommen traf ich die neugierigste nachbarin von allen. statt zu fragen, was ich habe, packte sie mein handgelenk und drückte zu. KEIN GIPS! lautete die erkenntnis. holla, die waldfee...und AUTSCH!


ich habe inzwischen online eine fahrkarte gekauft, damit ich am 4. nichtengeburtstag nicht fehle (und damit die geschenke ankommen, denn einhändig ein paket packen - näääää), eine fahrt ins blaue für samstag abgesagt, da ich als chauffeurin nicht zur verfügung stehe, und zu hause bescheid gesagt, daß ich per bahn komme.

und freitag sehe ich den süßen aufgedrehten doc wieder....

Sonntag, 4. Oktober 2009

Unerhört

Die ältere Singledame von meiner Katamarantour hatte ein Urlaubserlebnis der erschütternden Art. Vom Schicksal gebeutelt - erst starb der Mann, dann der erst 42jährige Sohn - verreist sie seit einigen Jahren allein und war nun zum dritten Mal auf Corfu.
Sie will aber dabei nicht eigenbrötlerisch für sich sein, sondern schließt sich gern an andere Reisende an - sofern es diese nicht stört. In ihrem Hotel störte sich aber ein Ober daran, daß sie sich zu einem Paar (welches seine Zustimmung gegeben hatte) an einen Tisch setzte. Er unternahm große Anstrengungen, sie vom Platz zu vertreiben. Am nächsten Tag bekam sie von ihm den übelsten Katzentisch, den man sich als Urlauber denken kann.
Als sie sich daraufhin bei einer der Reiseleiterinnen vor Ort beschwerte, erwiderte diese ungnädig: "Wissen sie denn nicht, daß alleinreisende Damen unerwünscht sind???"
Das hätte das Hotel, dessen Name ich leider nicht kenne, sonst hätte ich es schon an den Internet-Pranger gestellt, doch bitteschön vorher verkünden können. Aber den Einzelzimmerzuschlag einstreichen und sich dann derart danebenbenehmen geht ja wohl gar nicht!