Sonntag, 31. Januar 2010

Feindbild

Anscheinend brauchen Menschen immer ein Feindbild oder jemanden, dem sie alles in die Schuhe schieben können. Damals als es noch die Säbelzahntiger gab, war das Feindbild völlig klar, aber je mehr monstermäßige Tiere dem Aussterben anheimfielen (man denke an den Tyranno Saurus Rex und alle seine Freunde und Futtertiere), desto mehr wurde der Mensch zu seinem eigenen Feindbild. Mal war/ist es die Hautfarbe, mal war/ist es die Religion, mal war/ist es das Geschlecht und nicht mehr so neuerdings ist es das Gewicht.

Ich habe mich kürzlich über eine Umfrage in einem anderen Forum geärgert, in dem den Dicken die Schuld an allem(!) gegeben wurde. Zugegeben, ich war hormonell schlecht drauf, aber dass die Dünnen die Gutmenschen sein sollen ist schon ein starkes Stück. Noch mehr hat mich geärgert, daß ich selbst dieses Feindbild schon lange übernommen habe, hielt ich mich doch schon ewig immer für dicker als ich war (wegen der "netten" Neckereien und wegen der immer weiter fortschreitenden Verdünnisierung des Menschenbildes in der Werbung). RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR
Das Knurren muß ein Säbelzahntigerrelikt sein...

Tja, und wie bekommt frau das eigene Feindbild aus ihrem Kopf? Es reicht doch, wenn ich für die Dünnen der Feind bin, ich muß nicht noch mein eigener sein, basta!

2 Kommentare:

  1. Boah, bloss nicht der eigene Feind sein. Das ist echt übel. Derzeit bin ich dabei mich in mich zu verlieben.

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  2. al vorbei schauen, ob Du in ok bist? Hoffe nicht zwischen feindbild und Schnee verloren gegangen - waere schade um solch einen wertvollen Menschen. Hugs from Tampa

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